Nachrichten zum Thema EURO - die neue Währung

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24.02.2001
Inflationsschub?
EURO-LAND: Das Kunstgebilde umfasst die zwölf Staaten Finnland, Irland, Deutschland, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Österreich und Griechenland. Euro-Land reicht von Utsjoki im Norden Finnland bis zur italienischen Insel Lampedusa vor Libyen. Aber auch französische Überseegebiete wie Guadeloupe gehören dazu. Gut 300 Millionen Menschen leben auf 2,4 Millionen Quadratkilometern Euro-Land. Sie sprechen 18 Amtssprachen. Nach der Wirtschaftskraft liegt Euro-Land mit den USA an der Weltspitze vor Japan. EUROPÄISCHE ZENTRALBANK: Die EZB hat 1999 die Geldpolitik in den zunächst elf - inzwischen mit Griechenland - zwölf Euro-Ländern übernommen. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Ihr erster Präsident ist der Niederländer Wim Duisenberg. Das wichtigste Gremium ist der Zentralbankrat, der unter anderem über die Leitzinsen bestimmt. Die laufenden Geschäfte führt das sechsköpfige Direktorium. Die EZB ist laut Maastricht-Vertrag von der Politik unabhängig. Ihre oberste Aufgabe ist die Sicherung der Preisstabilität. EURO-STARTER KIT: Kurz vor der offiziellen Einführung des Euro- Bargeldes geben die Kreditinstitute kleine Beutel mit Euro-Münzen heraus. Vom 17. Dezember an werden so genannte Starter Kits im Wert von 10,23 Euro für 20 DM angeboten. Bis zum 1. Januar 2002 können die neuen Münzen allerdings nicht ausgegeben werden. FAHRPLAN: Am 1. September beginnen die Zentralbanken der zwölf Euro-Länder mit der Ausgabe des Euro-Bargeldes an die Kreditinstitute. Vom 17. Dezember an können die Bürger mit dem Erwerb eines Euro-Starter Kits zum ersten Mal Euro-Münzen in den Händen halten. Am 1. Januar 2002 wird der Euro gesetzliches Zahlungsmittel. Es darf aber noch parallel mit D-Mark bezahlt werden. Am 28. Februar 2002 endet die «Doppelbargeldphase», und der Euro wird alleiniges Zahlungsmittel in zwölf Ländern Europas. GEHALT: Die Währungsumstellung beeinflusst Löhne und Gehälter nicht. Die Einkommen werden genau wie Ausgaben etwa für Miete, Steuern oder Versicherungen wertgleich auf den Cent genau umgerechnet. Arbeits- und Tarifverträge dürfen wegen der Währungsunion weder gekündigt noch geändert werden. Wer wollte und wessen Arbeitgeber darauf eingerichtet war, der konnte sich sein Geld bereits seit 1999 in Euro überweisen lassen. Ab 2002 gibt es das Gehalt dann für alle in Euro. HYPOTHEKEN: Hypotheken konnten schon seit Beginn der Währungsunion 1999 in DM oder Euro eingetragen werden. Neue Hypotheken können in Euro eingetragen werden, um die spätere Umrechnung zu sparen. Für Hypothekendarlehen gilt wie für alle Kredite, dass 2002 zwar absolute Beträge umgerechnet, der Wert von Tilgung und Restschulden aber ebenso unverändert bleibt wie der Zinssatz. IMMOBILIEN: Die Entscheidung für oder gegen eine Immobilie sollte nicht vom Euro abhängig gemacht werden. Gute Gründe für den Kauf bleiben auch in der Währungsunion gute Gründe, der Start des Euro allein ist aber kaum ein guter Grund. Vorsicht ist bei Hochglanz- Broschüren geboten, die mit der Angst vor dem Euro werben. JETONS: Spielbanken stehen im Jahr 2002 vor einem Problem. Jetons zeigen nur Beträge, nennen aber keine Währung. Spieler könnten in DM gewonnene oder gekaufte Jetons nach dem Währungsumstellung in Euro tauschen wollen. Dies wäre bei einem Kurs von 1,95583 DM je Euro lukrativ. Also bleibt den Casinos nichts anderes, als ihre Jetons komplett auszutauschen, ein Aufwand, der sie Millionen D-Mark kostet. KONTOFÜHRUNG: Sie ist seit 1999 in DM und in Euro möglich. Die Banken nehmen auch Überweisungen unter beiden Namen an. Sie rechnen alle Beträge gebührenfrei und bis auf fünf Stellen hinter dem Komma genau um. Erst danach wird auf zwei Stellen hinter dem Komma gerundet. Dies gilt allerdings nur bis zum 31. Dezember 2001. Danach sind nur noch Angaben in Euro möglich. KOSTEN: Es müssen neue Banknoten gedruckt und Münzen geprägt werden. Computer brauchen neue Programme. Automaten müssen umgerüstet werden. Der Einzelhandel wird Preise neu auszeichnen. Broschüren müssen gedruckt, Berater eingesetzt werden. Insgesamt wird die Umstellung allein in Deutschland einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten. LEBENSVERSICHERUNG: Bestehende Verträge ändern sich nicht. Prämien und Leistungen werden wertgleich in Euro umgerechnet. Neuverträge können seit 1999 in Euro oder DM geschlossen werden. Für eine vorzeitige Kündigung gibt der Euro keinen Anlass. Langfristig könnten Kunden von dem größeren internationalen Angebot profitieren. Bei Verträgen mit Versicherern im Ausland sollten Kunden sich aber über die Geschäftsbedingungen und Absicherungen genau informieren. LINKS: Wer Informationen über den Euro im Internet sucht, stößt auf viele Adressen. Einen ersten Überblick kann sich der Nutzer bei der Aktionsgemeinschaft Euro, einem Zusammenschluss von Bundesregierung, Europäischer Kommission und Europäischen Parlament, unter der Adresse www.aktion-euro.de verschaffen. LOHNPOLITIK: Für Gewerkschaften und Arbeitgeber ändern sich die Bedingungen. Im Euro-Land werden die Unterschiede im Lohnniveau deutlicher. Unterschiede in der Produktivität können nicht mehr über die Abwertung der Landeswährung ausgeglichen werden. Länder mit einer hohen Produktivität wie Deutschland könnten davon profitieren. Die Entwicklung der Löhne ist offen. Möglich ist ein schärferer Wettbewerb über niedrige Löhne. (Beitrag: Web.de)

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15.01.2001
Inflationsschub?
14 Tage Euro liegen hinter den Deutschen und es zeigt sich, dass die Angst vor steigenden Preisen nicht ganz unberechtigt war. Während viele große Einzelhandels-Unternehmen zugunsten des Kunden umgerechnet haben, sieht dies bei „Tante Emma um die Ecke“ und anderen Anbietern oftmals anders aus. Der Inflation wird das nicht gut tun. Nicht nur der Benzin-Preis hat sich seit Jahresbeginn verteuert, auch wenn man die letzte Stufe der Öko-Steuer heraus rechnet. Es sind viele kleine Dinge des täglichen Lebens, die seit der Umstellung auf den Euro teurer geworden sind. Beispiele gibt es en masse: Die Kölner Verkehrs-Betriebe haben zum Beispiel den Preis für das Kurzstreckenticket um rund 2 Prozent angehoben. Preiserhöhungen kommen vor allem im Bereich Freizeit und Gastronomie vor. So haben zum Beispiel viele Imbissbuden die Preise massiv zu eigenen Gunsten verändert. Die Preiserhöhungen fallen in eine Zeit, in der mal wieder massiv über eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) diskutiert wird. Und dürften damit bei den Währungshütern, die sich mittels einer stabilen Währung Reputation verschaffen können und müssen, auf kritische Beobachter treffen. Noch ist kaum absehbar, ob viele der erhöhten Preise auf Grund der Wettbewerbssituation wieder zurück genommen werden können. Doch allein die Diskussion über höhere Preise dürfte die Aufmerksamkeit der Zinsherren bringen. Dazu kommt das Säbelrasseln der beginnenden Tarifrunden, die von Gewerkschaften mit Forderungen von 7 Prozent eingeläutet werden.

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20.12.2001
Inflationsschub?
Die Postbank glaubt nach dem Jahreswechsel nicht an einem „euroinduzierten“ Inflationsschub. Zwar seien im Vorfeld der Euro-Einführung bereits Preisanhebungen zu beobachten gewesen, diese seien jedoch nicht komplett allein auf die Euro-Umstellung zurückzuführen. Zum Beispiel hätten sich Preise in Folge der Nachfrageverschiebungen durch die verschiedenen Tierseuchen der vergangenen Monate auf die Preise ausgewirkt. Lediglich 12 Prozent der beobachteten Preisänderungen hängen nach Angaben der Postbank eindeutig mit dem Euro zusammen, so zum Beispiel bei Vollmilchschokolade. Die Analysten weisen aber auch auf die immensen Kosten hin, die der Einzelhandel im Zusammenhang mit der Euro-Einführung hat: Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels schätzt den Aufwand auf 8 bis 10 Mrd. Mark. Allerdings sei der Spielraum für Preiserhöhungen auf Grund des „massiven Wettbewerbsdrucks“ begrenzt.

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17.12.2001
Starterkitt
Ab dem 17.Dezember 2001 war bei den Banken der sogenannte Starter-Kit zu bekommen, meistens aber nur für wenige Tage vorrätig.
Die Münzen: 2 x   2 Euro, 3 x   1 Euro, 4 x 50 Cent, 4 x 20 Cent, 3 x 10 Cent, 2 x   5 Cent, 1 x   2 Cent, 1 x   2 Cent zu einem Gegenwert von insgesamt 20 D-Mark.
Banknoten gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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30.11.2001
Besitzen sie etwa noch keinen Euro
Jedes Angebot erzeugt seine eigene Nachfrage, so auch beim Euro. Eigentlich soll er erst Mitte Dezember als klein abgepacktes Startpaket bei den Banken erhältlich sein, dabei ist er schon längst unter den Leuten . Fünf Kilo frisch geprägte Münzen gingen im Oktober in Belgien verloren. Sie stürzten in einer Kurve nahe der flämischen Stadt Leopoldsburg von einem übervoll beladenen Werttransporter. An die Öffentlichkeit kam dieser Fall nur, weil die Transportfirma per Zeitungsanzeige nach dem ehrlichen Finder suchte. Im niederländischen Venlo zahlte ein Kunde zwei Pakete Fischfutter mit einem Fünf-Euro-Schein. Das Geld war echt. Es stammte vermutlich von einem Überfall auf einen Geldtransporter in Gießen. Dort hatten zwei Männer Anfang September 1,2 Millionen Euro und 300.000 "alte" D-Mark erbeutet. Die Wege des Euro sind unergründlich. Ein Messdiener der Pfarrei St. Anton im Allgäu fand im Klingelbeutel vor wenigen Tagen eine nagelneue 50-Cent-Münze. Man nimmt halt, was kommt. Doch geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen.

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29.11.2001
Wer bezahlt den Euro ?
Bei der Einführung des Euros zur Jahreswende wird doch abkassiert. Wie die Zeitschrift »Bild am Sonntag« berichtete, wollen einige Banken Umtauschgebühren von Fremdkunden verlangen. Der Aufwand, der mit dem Umtausch verbunden ist, müsse schließlich vergütet werden, äußerte sich eine Postbank-Sprecherin gegenüber der Zeitung. Das Bankhaus, dass »mutig« diese Maßnahme zur Jahreswende ankündigte, stellte aber fest, dass dies nicht für die eigenen Kunden gelte. Wie auch bei anderen Bankinstituten sollen die eigenen Kunden diesen Service gratis bekommen. Doch auch wer kein Geld tauscht, wird an »Gebühren« für den Euro nicht vorbei. Denn schon jetzt erhöht der Einzelhandel bei den verschiedensten Produkten langsam und oft unbemerkt die Preise. Die Ursache dafür liegt daran, dass bei der exakten Euroumrechnung nicht mehr die psychologisch wichtigen 0,99 oder 9,99 Beträge (Schwellwertpreise) zustande kommen. Verschiedene Untersuchungen haben in der Vergangenheit jedoch immer wieder bewiesen, dass ein Produkt für beispielsweise 9,99 DM wesentlich häufiger verkauft wird, als wenn es 10 DM kosten würde. Um eine entsprechende Preisgestaltung auch in der Zukunft fortführen zu können, sollen aus derzeit 0,51 Euro (0,99 DM) spätestens zur Euroeinführung 0,59 Euro werden. Ebenso werden Produkte, die bis jetzt 5,11 Euro (9,99 DM) gekostet haben, sehr wahrscheinlich zum Jahresbeginn mindestens 5,19 Euro kosten. Eine Preissenkung ist in den meisten Fällen nicht möglich, da die Margen beispielsweise im Lebensmittelgeschäft schon jetzt kaum mehr vorhanden sind.

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03.09.2001
Euro rollt durch Bundesrepublik und Europa
Hamburg (dpa) - Die Auslieferung des Euro-Bargelds an Banken und Sparkassen ist am Montag in Deutschland und anderen Euro-Ländern flächendeckend gestartet. Bis zum frühen Nachmittag verliefen die Transporte störungsfrei. Bundesweit sollten rund 2300 Geldtransporter unterwegs sein. Bereits am Samstag hatte die Auslieferung des neuen Bargelds in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie bei den europäischen Nachbarn Belgien, Frankreich und Spanien begonnen. Am Montagmorgen lief die Aktion unter anderem in Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg an. Derzeit werden nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) fast ausschließlich Münzen transportiert.

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23.07.2001
Gefahren beim Geldtausch
Beim Geldumtausch in den ersten Januartagen 2002 sollten sich die Deutschen vor Geldfälschern in Acht nehmen: "Ich sehe für den Anfang die Gefahr, dass die Bevölkerung falsche Euros bekommt und es nicht bemerkt", sagt Johann Kubica vom Bundeskriminalamt (BKA). Das ungewohnte Aussehen der neuen Scheine und Münzen, der Trubel der Umtauschphase, die vielen Menschen mit Geld in den Taschen, der Stress der Bankmitarbeiter - all das dürfte nach Einschätzung der Kriminalisten außer Falschmünzern auch Bankräuber, Trickbetrüger und Taschendiebe auf den Plan rufen.
Schon 1998 hatte das BKA mögliche Ansatzpunkte analysiert und gefunden: So erwartet die Studie, dass Kriminelle den Rückstrom von 2,6 Milliarden Scheinen und 28,5 Milliarden Münzen als Gelegenheit ergreifen, D-Mark-Blüten gegen echte Euros zu tauschen, Drogengelder zu waschen und registrierte Noten - etwa aus Lösegeldern - loszuwerden. Andere könnten versuchen, in großem Stil mit falschen Euros einzukaufen. Und wieder andere ausnutzen, dass die Banken in dieser Phase bis zu zehn Mal mehr Barmittel bereit halten müssen und Geldtransporter unablässig wohlgefüllt über die Straßen rollen.

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25.06.2001
Der Euro notiert knapp unter der 0,86$-Marke und gibt somit seinen am Montag errungenen Gewinn wieder ab. Zuletzt hat ein Kommentar von Finanzminister Hans Eichel für positive Signale gesorgt. Eichel sagt, dass die deutsche Regierung an einem starken Euro interessiert sei. Weiterhin lehnt der SPD-Politiker die Oppositions-Forderung nach einem Konjunkturprogramm ab.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte im Mai 2001 um 4,6 % höher als im Mai 2000. Im April 2001 hatte die Jahresveränderungsrate + 5,0 % und im März 2001 + 4,9 % betragen. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte im Mai 2001 um 0,2 % erhöht.
Der Preisanstieg kann vor allem auf die Entwicklung der Energiepreise zurückgeführt werden, die im Mai 2001 um durchschnittlich 18,6 % über dem Vorjahresniveau lagen. Besonders Erdgas (+ 36,8 %) und Fernwärme (+ 12,0 %) verteuerten sich erheblich. Ohne Energie stieg der Erzeugerpreisindex um 2,6 % gegenüber Mai 2000. Deutlich teurer als im Vorjahr sind außerdem Mineralölerzeugnisse (+ 10,0 %). Hier wirken vor allem die Kraftstoffe (+ 12,3 %) preistreibend, während sich bei leichtem Heizöl eine Jahresteuerungsrate von 2,4 % ergab.
Starke Preiserhöhungen wurden im Mai 2001 gegenüber dem Vorjahresmonat außerdem u.a. bei folgenden Gütern festgestellt: Frisches Schweinefleisch (+ 31,3 %), Düngemittel (+ 27,6 %), Steinkohle und Steinkohlenbriketts (+ 22,9 %), Flüssiggas (+ 16,5 %), Zeitungsdruckpapier (+ 15,2 %), Wurstwaren (+ 14,6 %), Flachglas (+ 14,2 %), Geflügelfleisch (+ 12,6 %), Futtermittel für Nutztiere (+ 8,1 %), Aluminium (+ 7,6 %), Milch und Milcherzeugnisse (+ 7,2 %) sowie PKW-Reifen (+ 5,4 %). Billiger als vor Jahresfrist waren im Mai 2001 unter anderem:
Drahtwaren (- 13,3 %), oberflächenveredelte Bleche (- 7,7 %), Mauerziegel (- 6,8 %), elektrische Glüh- und Entladungslampen (- 6,6 %) sowie Röstkaffee (- 4,8 %).

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19.06.2001
Der Euro muss am Dienstag bis auf 0,8524$ abgeben. Das Klima für die Einheitswährung hat sich nach einigen veröffentlichten Konjunkturberichten deutlich verschlechtert. Einen ersten Anlass für Kursabschläge hat es gegeben, als das Statistikamt Eurostat ein Wachstum der Produktion in der Euro-Zone um lediglich 1,6% im Jahresvergleich bekannt gegeben hat. Volkswirte haben mit 2,1% gerechnet. Damit wird die weitere Abkühlung der Wirtschaftsituation in Europa immer deutlicher. Der Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hält ein deutsches Wirtschaftswachstum von 2% für 2001 für sehr optimistisch. Diese öffentliche Zweifelsäußerung macht dem Euro zu schaffen. Das Finanzministerium reagiert kurz danach und weist darauf hin, dass das Ziel von 2% weiter angepeilt wird. Als Zeichen der Instabilität des Euro werden verschieden Aussagen von Mitgliedern der Europäischen Zentralbank (EZB) gewertet. Der österreichische Notenbankchef Klaus Liebscher sagt, dass trotz des sich abzeichnenden Inflationsrückgang in Europa keine Entwarnung und somit ein Startschuss für Zinssenkungen gegeben werden kann. Bundesbankpräsident Ernst Welteke ist der Meinung, dass die EZB in einem Umfeld großer Unsicherheit weiter auf die Preisentwicklung schauen muss.

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12.06.2001
Ein Wirtschaftswachstum von unter 2% und eine Inflationsrate an die 3%: Daraus könnte der bittere Konjunktur-Cocktail in Deutschland am Ende des Jahres bestehen. Dieser dürfte auch den Euro-Notenbankern übel aufstoßen. Sie rechnen im zweiten Halbjahr immer noch mit einer Beruhigung an der Preisfront. Die Inflation beträgt im Mai dieses Jahres 3,5%. Gegenüber dem Vormonat ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte um 0,5% gestiegen. Damit befindet sich die Teuerungsrate auf dem höchsten Stand seit Dezember 1993. Im April 2001 habe die Jahresteuerungsrate 2,9% betragen, teilt das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Die Zahlen betätigen somit die bisherige Schätzung des Bundesamtes auf Grundlage der Ergebnisse aus sechs Bundesländern. Energie und Nahrungsmittel sind die maßgeblichen Preistreiber. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerte sich Kraftstoff um 15,4%, Nahrungsmittel im Durchschnitt um 6,7%. Ob die hohe Inflationsrate nur ein Ausrutscher ist, erscheint mehr als fraglich. Unklar ist vor allem, wann sich die auf Grund der BSE-Krise und der Maul- und Klauenseuche gestiegenen Nahrungsmittelpreise wieder zurückbilden. Auch dürfte sich an der hohen Zusatznachfrage der USA nach Benzin, die für die hiesige Kraftstoffverteuerung verantwortlich ist, kurzfristig nichts ändern. Der Öl-Exportstopp des Irak und die Verteuerung des Rohöls in Richtung 30$ je Barrel halten den Preisdruck vorerst aufrecht. Da der Preisdruck weiter Bestand haben wird, dürfte sich die Inflationsrate im Euroland weit über der von der Europäischen Zentralbank ausgegebenen Referenzmarke von 2,0% bewegen. Wahrscheinlicher ist eine Teuerungsrate von 2,5%. Damit dürften der Euro-Zentrale in Frankfurt die Hände gebunden sein in Sachen Zinssenkung. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass sich die Wachstumsdelle in Europa hartnäckig festsetzt.

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08.06.2001
Der Euro notiert im gesamten Handel in einem engen Korridor um die 0,85$-Marke herum. Anscheinend kann der Kommentar von Wim Duisenberg, dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), der Einheitswährung nicht helfen. Duisenberg meint, die EZB habe ein starkes Interesse an einer starken Währung. Die EZB hat in dieser Woche beschlossen, die Leitzinsen in der Euro-Zone mit 4,5% unverändert zu lassen. Dieser Entschluss wird mit der Bewahrung der Preisstabilität begründet. Unter dieser Vorraussetzung soll die Konjunktur in Europa nach Ansicht der EZB auf einem stabilen Fundament basieren. Einerseits ist der schwache Euro gut für den Export, was gerade für Deutschland von Wichtigkeit sein dürfte. Andererseits werden aber die Preise für importierte Güter und Rohstoffe höher, was man z.B. gut an den Benzinpreisen nachvollziehen kann.

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06.06.2001
Der Euro bleibt im Handelverlauf unter 0,85$. Wichtige Wirtschaftsdaten aus Deutschland und Frankreich bezüglich des Dienstleistungssektors sind schlecht ausgefallen. Der französische Finanzminister Laurent Fabius sagt, er sehe das Wirtschaftswachstum seines Landes in der Nähe von 2,7%. Prognosen sind von einem Wachstum zwischen 2,7% und 3,1% ausgegangen. Dies drückt zwangsläufig auf die Gemeinschaftwährung. Spekulationen über eventuelle Zentralbank-Aktivitäten haben jedoch einen weiteren Sturzflug des Euro gebremst. Morgen findet die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) statt. Der Markt wartet auf ein Signal der Zinspolitik der EZB, wobei die Chancen auf eine Zinssenkung eher gering sind.

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05.06.2001
Der Euro erholt sich von seinem neuen Jahrestief. Die europäischen Finanzminister, die sich in Luxemburg getroffen haben, kommen zu dem Schluss, dass es kurzfristig gesehen für das Wirtschaftswachstum in der Europa schlechter aussehe als bisher erwartet. Die Stimmung ist mit der Abkühlung der US-Wirtschaft pessimistischer geworden, obwohl die Europäer die US-Schwäche nutzen wollten, um ihren Konkurrenten aus Übersee ökonomisch voraus zu sein. Dennoch gehen die Politiker davon aus, dass auf mittlere Sicht gesehen, die soliden Fundamentaldaten in Europa für ein gesundes Wachstum sorgen werden. Volkswirte der US-amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley empfehlen den Managern von weltweiten Fonds, ihre Anteile an europäischen Staatsanleihen von 41% auf 33% zu reduzieren. Die bedeutende Bank macht damit die negativen Aussichten für den Euro weiter greifbar

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04.06.2001
Der Euro fällt wieder unter 0,85$. Die europäischen Finanzminister, die sich in Luxemburg getroffen haben, äußern sich nicht besorgt über die europäischen Wirtschaftdaten. Der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser meint, dass es keine Veranlassung gebe, mit Interventionen in den momentan schwachen Wechselkurs des Euro einzugreifen. Die ökonomisch Lage der Euro-Zone sei relativ gut, so Grasser. Der belgische Finanzminister Didier Reynders meint, dass das Wirtschaftswachstum in den nächsten zwei Jahren mit einer niedrigen Inflationsrate zustande kommen müsse. Trotzdem bezeichnet er eine mögliche Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) als ein Instrument, das zur Verfügung stehe. Der japanische Vize-Finanzminister Haruhiko Kuroda bezeichnet die Wechselkurs-Entwicklung der Einheitswährung als überzogen gemessen an den wirtschaftlichen Fundamentaldaten Europas. Bundesbank-Präsident Ernst Welteke ist zudem der Meinung, dass die europäischen Zentralbanken über genug Reserven verfügen würden, um in den Devisenmarkt einzugreifen, wenn sie es für nötig hielten. Der Yen entwickelt sich in den vergangenen zwei Wochen dem Euro entgegengesetzt. Die japanische Währung profitiert von der Schwäche der europäischen Währung. Die japanische Wirtschaft selbst ist in ihrer momentanen Krise jedenfalls nicht der Grund für die anhaltende Stärke des Yen sein. In Japan befürchten Marktteilnehmer, dass sich die unverhältnismäßigen Devisenkurse negativ auf den Export auswirken könnten.

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01.06.2001
Der Euro unterbietet im Laufe des Freitags seinen negativen Jahresrekord vom gestrigen Tag. Er fällt bis auf einen Stand von 0,8430$. Hauptauslöser für die Talfahrt der Einheitswährung ist die unerwartet niedrige Zahl der Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten. Der Prozentsatz geht von 4,5% auf 4,4% herunter. Volkswirte haben mit einer Erhöhung auf 4,6% gerechnet. Schon am Donnerstag haben Kommentare von Wim Duisenberg, dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), zu einem Absturz des Euro geführt. Duisenberg sagt, er sehe keinen Grund, mit Interventionen in den Devisenmarkt einzugreifen. Der momentane Wechselkurs der europäischen Währung sei keine Gefahr für die Inflationsdaten, so Duisenberg. Viele Investoren haben daraufhin kein Vertrauen mehr in die Währung gehabt und verabschiedeten sich von ihren Euro-Positionen. Aus Japan gibt es Stimmen, die für eine Stärkung des Euro sind. Der Yen, der im Zuge der schwachen europäischern Einheitswährung immer stärker wird, könnte ein Risiko für den japanischen Export darstellen. Gerade in der jetzigen prekären Lage der Wirtschaft Japans ist ein zu starker Yen nicht die idealste Voraussetzung für eine Erholung.

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